Schlechte Zeiten für das Soziale Europa
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am Samstag findet in Luxemburg eine Kundgebung für ein soziales Europa statt. Hintergrund sind die letzten Urteile des EuGH, die einen Abbau sozialer Rechte in Europa bedeuten. (siehe Aufruf)
Der DGB-Sachsen möchte allen Kolleginnen und Kollegen, die für die diese Demo nach
Luxemburg fahren wollen, die Möglichkeit dazu geben. Es werden Fahrtmöglichkeiten bereit gestellt und auch für eine Unterbringung wird gesorgt.
Bei Interesse bitte einfach bei mir melden. Ich gebe die Informationen dann an
die zuständigen DGB-Regionen weiter, da diese die Fahrten organisieren.
Auf Grund der Kurzfristigkeit dieser Aktion möchte ich euch bitten, mir spätestens bis
Mittwoch bescheid zu geben. (Andre.Schnabel@dgb.de)
Am 9. Juni 2008 setzten die europäischen Arbeits- und Sozialminister auf ihrem Gipfel in Luxemburg die Arbeitszeit in Europa faktisch auf bis zu 65 Stunden pro Woche herauf. Schon am 12. Juni gibt es eine erste Quittung, als die Iren „Nein!“ zum Reformvertrag von Lissabon sagen. Sicher hat
die Verschlechterung der Arbeitszeitrichtlinie zu diesem Nein beigetragen.
Praktikantin erstreitet fairen Lohn
Maria Hormann wurde ausgebeutet, hat geklagt und gewonnen: Für einen Stundenlohn von 2,46 Euro brutto rackerte eine Praktikantin sechs Monate lang bei einer Agentur. Dann verklagte sie das Unternehmen – und bekam Recht. Ausbeutung durch “Wucherlohn” sei sittenwidrig, entschied ein Arbeitsgericht. Das Urteil ist voluminös, aber nach der frohen Botschaft an das Praktikanten-Prekariat muss man nicht lange fahnden: Gleich am Anfang ist von einem sittenwidrigen “sogenannten Praktikantenverhältnis” die Rede.









