DGB-Studie: Junge Beschäftigte besonders häufig von prekärer Arbeit betroffen
Als “alarmierend” bezeichnete die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock die Ergebnisse der DGB-Jugend-Studie* zur Qualität der Arbeit junger Beschäftigter, die der DGB am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Es ist die erste repräsentative Untersuchung, die sich den Hauptformen prekärer Beschäftigung der unter 30jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer widmet:
befristete Arbeitsplätze, Minijobs, Zeitarbeit und unfreiwillige Teilzeitjobs.
“Ausgerechnet die jüngere Generation zählt zu den Verlierern auf dem Arbeitsmarkt”, sagte Ingrid Sehrbock. “Unter 30-Jährige sind deutlich besser ausgebildet als Ältere und dennoch überdurchschnittlich häufig von prekären Beschäftigungsverhältnissen betroffen. Dabei brauchen gerade Jüngere eine Arbeit, die Planbarkeit gewährleistet sowie ein Einkommen, mit dem sie ihr Auskommen haben. Sonst wird die – von uns ohnehin abgelehnte – Rente mit 67 für sie zur Armutsfalle, und die viel beschworene Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt ein reines Lippenbekenntnis.”
Die Studie belegt u.a., dass 53 Prozent der jungen Beschäftigten trotz ihrer kurzen Erwerbsbiographie bereits mindestens einen befristeten Arbeitsvertrag hatten, während es in der Vergleichsgruppe der über 30-Jährigen “nur” 33 Prozent sind. Auch von Zeitarbeit sind Jüngere überdurchschnittlich häufig
betroffen: 15 Prozent der unter 30-Jährigen gegenüber acht Prozent der Älteren.









