Gedenkstättenfahrt nach Majdanek / Belzec im September
Hier ein Angebot aus Dresden an einer Gedenkstättenfahrt:
Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.
Berthold Brecht
Doch wie „gedenkt“ der Mensch dem Menschen – vor allen denjenigen, deren Leben auf grausame Weise durch den Menschen selbst zu Ende gebracht wurde. Wie erinnert Mensch an etwas, was hätte nie geschehen dürfen?Diese Gedenkstättenfahrt wird nicht nur anhand zweier ausgewählter Orte einen einprägsamen Eindruck von den Stätten des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte ermöglichen, sondern soll auch den Umgang und die Verantwortung des Gedenkens beleuchten. Die Fahrt findet vom 15. bis 22. September statt.
Ausgehend vom ehemaligen Konzentrationslager Majdanek wird die Geschichte dieses deutschen Todeslagers, der nahe gelegenen Stadt Lublin und deren besonderer jüdischer Geschichte beleuchtet. Gleichzeitig stehen die allgemeinen Intentionen einer Gedenkstätte im Fokus der Betrachtung: Welche Aufgaben hat eine Gedenkstätte? Welchen Wandlungen unterliegen die Ausstellungen? Was soll mit der jeweiligen Gedenkstättenpropädeutik erreicht werden?
Um eine Vergleichsperspektive zu ermöglichen, wird zudem ein Tagesausflug in die Gedenkstätte Belzec angeboten.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren.
Das Programm umfasst:Führung durch die Gedenkstätten Majdanek und Belzec
Gespräch mit einer Zeitzeugin
Stadtführung durch Lublin
Workshops und Plena
Raum für eigene Freizeitgestaltung und Treffen mit polnischen JugendlichenIm Teilnahmebeitrag von 99 Euro sind alle Übernachtungen, Halbpension und Hin- und Rückfahrt sowie die allgemeinen Programmkosten enthalten.
Anmeldung über majdanek@abovo-dresden.de oder 0351 / 8 599 599 bis 15. August 2007.
Diese Fahrt wird organisiert vom ab ovo! e.V. Dresden sowie der DGB-Jugend Sachsen und findet mit Unterstützung des AStA der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden, des Studentenwerks Dresden und des Studentenrats der TU Dresden statt.Elena Buck
Netzwerk für Demokratie und Courage
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